Raus aus der Komfortzone, rein ins Leben!


Die Komfortzone, oder auch Sicherheitszone gennant, ist dort, wo wir uns auf einem gewohntem Terrain bewegen. Es ist bequem und wir fühlen uns sicher.

Solange Du damit glücklich und zufrieden bist, scheint alles gut zu sein.

Sobald Du allerdings Neuerungen in deinem Leben wünschst, wird sich innerhalb der Komfortzone nichts verändern. Der Grund dafür: Deine Gedanken, Emotionen und Handlungen bleiben in der Komfortzone gleich. Diese Muster müssen für Veränderungen durchbrochen werden, um Dich weiterzuentwickeln, Dein volles Potenzial zu entfalten und beispielsweise einen Schritt in einen gesunden Lebensstil zu beginnen. Wenn wir uns also etwas anderes wünschen in unserem Leben, müssen wir dementsprechend auch etwas anderes tun. Die Abfolge von immer wiederkehrenden Handlungen hat ihre Ursache darin, dass wir immer wieder dieselben Gedanken über das Leben haben. Hierdurch entstehen natürlicherweise die gleichen Gefühle und wiederum die gleichen Handlungsweisen. Folglich haben wir die gleichen Erfahrungen und diese gleichen Erfahrungen führen in der Konsequenz zu den immer wieder gleichen Ergebnissen, die uns wieder die gleichen Emotionen fühlen lassen. Das ist die Macht der Gewohnheiten und der Gefühle.

In dem Moment, wo du dich traust anders zu handeln, unterbrichst Du das Muster und Du verlässt die Sicherheitszone. Leider ist das oft mit vielen Ängsten verbunden. Warum?

Sobald wir etwas anders handhaben, also etwas Ungewohntes, Neues tun, können Ängste auftreten. Insbesondere Ängste vor Kontrollverlust, Anstrengung, Versagen oder Zurückweisung. Aufgrund dessen bauen wir eben um uns herum diese Sicherheits- bzw. Komfortzone auf.


Wer zu viele Ängste vorhersieht, kann sich dabei mit der sogenannten Wachstumsskala behelfen, die in Komfort-, Wachstums- und Angstzone eingeteilt wird.






Die Zoneneinteilung kannst Du für eine Einschätzung nutzen, wie bedrohlich Deine Herausforderung/Aufgabe in der Verschiebung Deiner Grenzen sein wird.

Die Skala startet bei 0 - "Null Problem, mache ich sofort!"- und endet bei 10 - "Ich kriege eine Panikattacke!"

Wähle zunächst einzelne kleine Schritte, (die nicht schon alleine bei dem Gedanken daran eine Panikattacken auslösen, sondern) im Bereich von 2 bis 5 auf der Skala liegen. Eine 2/3 bedeutet "Ich fühle mich schon unwohl. Mir wäre es lieber das übernimmt jemand anderes." Die 6 steht für: "Nein, das mache ich definitiv nicht!"




In der Wachstumszone lernt man dazu und erkennt neue Möglichkeiten. Man lernt sich selbst besser kennen, gewinnt Selbstvertrauen, indem man seiner Fähigkeiten und Stärken bewusst wird. Seine Grenzen zu verschieben bedeutet, sich seinen eigenen Handlungsspielraum, seinen Horizont, zu erweitern und Chancen zu nutzen.

Versuche über mindestens 21 Tage täglich etwas zu tun, was Dich aus dem behaglichen Bereich herausholt und Du im ersten Moment widerwillig machst. Damit dehnst Du Deine Grenzen aus. Hier sind einige Beispiele, die das Verlassen der Komfortzone vereinfachen können:

  • Neue Wege gehen

Gehst Du immer wieder die gleichen Strecken bspw. im Wald spazieren? Oder fährst Du die gleichen Straßen zur Arbeit oder zum Supermarkt? Ändere bewusst Deine Wege. Vielleicht kannst Du zusätzlich auf das Fahrrad umsteigen und neue Routen entdecken?

  • Offen sein

Vielleicht könntest Du Dich Deinen Kollegen/Kolleginnen anders zeigen? Offener und ehrlicher? Vielleicht könntest Du andere Menschen begrüßen, die Du vorher noch nicht gesprochen hast? Könntest Du möglicherweise auch einfach etwas riskieren, in dem Du jemanden ansprichst, die/den Du schon lange ansprechen wolltest? Dich aber nie getraut hast?

  • Nein sagen, ohne schlechtes Gewissen

In bestimmten Situationen ist es erforderlich "nein" sagen zu können, wenn man z.B. um einen Gefallen gebeten wird. Hilfsbereitschaft ist ein sehr bedeutender Wesenszug, hat aber auch seine Grenzen. Probiere es aus, wenn Du für diese Aufgabe einfach keine Zeit findest, ohne Dich hinterher schlecht zu fühlen.

  • Hilfe annehmen, um Hilfe bitten

Bitte Familie, Freude, Kollegen und/oder Experten um Unterstützung. Das ist keine Schwäche, sondern zeigt Mut und Selbstbewusstsein. Niemand muss alles perfekt alleine meistern.

  • Gespräche führen und nicht mehr aufschieben

Vielleicht schiebst Du ein Telefonat lange vor Dir her, weil du Angst hast abgewiesen zu werden oder Befürchtungen vor dem Ergebnis hast? Oft sind die Gedanken unbegründet. Suche das Gespräch und stelle Dir vor, wie erleichtert Du im Anschluss sein wirst, dass Du es erledigt hast. Belohne Dich, sobald Du es geschafft hast.

 

Es dürfen also erstmal kleine Dinge sein, vor denen Du normalerweise aus verschiedenen Gründen zurückschrecken würdest. Vermutlich kennst Du sogar diese Augenblicke, in denen Du zurückweichst? Werde Dir dessen bewusst und komme ins Handeln. Sobald Du anders handelst, kann sich etwas Neues zeigen. Meist ist es sogar ganz anders, als wir es uns in unserem Kopf vorgestellt haben. Häufig stimmen unsere Ängste mit der Realität nicht überein.

 

Wenn es um etwas konkretes geht, beispielsweise die Gesundheit zu fördern, ist es wichtig, klare Ziele zu formulieren, wie etwa mehr Bewegung in den Alltag zu bringen mit genauen Beispielen oder die Ernährung umzustellen mit einem individuellen Ernährungsplan indem vermehrt Obst und Gemüse integriert wird.

Die eigene Motivation muss natürlich gegeben sein. Durch Verbündete in der Familie oder im Freundes-/ Bekanntenkreis kann die Motivation zusätzlich vorangetrieben werden. Sie können Dir bei dem Vorhaben unter die Arme greifen. Erlaube Dir auch bei wichtigen Themen externe Hilfe anzunehmen und Dich von einem/r Fachmann/Fachfrau dabei unterstützen zu lassen.

Zudem solltest Du Dir die Fragen stellen: "Wie soll dieser Lebensbereich für mich aussehen?" und "Wofür möchte ich das? Warum will ich die Neuerung?" Erinnere Dich immer wieder an die Antworten auf diese Fragen. Da sie auch in schwierigeren Zeiten anspornen werden.

Beachte dabei, wie Du mit Stolpersteinen, die definitiv auftreten werden, umgehen wirst. Wenn Du einen Bewältigungsplan hast, ist es sehr viel einfacher langfristig dran zu bleiben, trotz auftauchender Hindernisse.

 

Sei mutig, verlasse dein gewohntes Umfeld in Deinem Tempo, Schritt für Schritt in die richtige Richtung. In größeren oder auch in kleinen Schritten. Das darfst Du dir zugestehen.

Ein großer Gewinn beim Verlassen Deiner Komfortzone ist der Stolz und das Wahnsinnsgefühl, welches Du anschließend sofort haben wirst.



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